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	<title>Comments on: Ich lege es Ihnen in den Briefkasten &#8212; Missverständnisse im Schweizeralltag</title>
	<link>http://www.blogwiese.ch/archives/888</link>
	<description></description>
	<pubDate>Mon, 21 May 2012 11:43:33 +0000</pubDate>
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	<item>
 		<title>Comment on Ich lege es Ihnen in den Briefkasten &#8212; Missverständnisse im Schweizeralltag by: tobi</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/888#comment-667527</link>
		<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 19:13:54 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/888#comment-667527</guid>
					<description>@Jens ... solange nicht gesagt wird um welchen Briefkasten es sich handelt, ist die Sache für mich eigentlich nicht eindeutig. Jedenfalls muss man nicht zwingend voraussetzen, dass es sich um den eigenen Briefkasten handelt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@Jens &#8230; solange nicht gesagt wird um welchen Briefkasten es sich handelt, ist die Sache für mich eigentlich nicht eindeutig. Jedenfalls muss man nicht zwingend voraussetzen, dass es sich um den eigenen Briefkasten handelt.
</p>
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	<item>
 		<title>Comment on Ich lege es Ihnen in den Briefkasten &#8212; Missverständnisse im Schweizeralltag by: neuromat</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/888#comment-666362</link>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 18:25:54 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/888#comment-666362</guid>
					<description>@ balzercomp

so kannst Du das nicht sagen. Spätestens Deine Krankenversicherung prüft die Daten auf ihre Plausibilität. Du hast nämlich vertraglich zugestimmt, dass Deine Nachbarin, die immer schon der Meinung war, dass Du Deine Zeitungen nicht richtig bündelst und Sachbearbeiterin bei einer der über 70 helvetischen Krankenversicherungen ist, Deine Diagnose erfährt - entweder im Volltext oder codiert.

Je nachdem, ab wann Dein Arzt Dir mitteilt, an was Du nun wirklich leidest, weiss es Deine Versicherung schon vor Dir ... und jetzt versuch einmal den Vertrag zu ändern - das nenne ich doch Transparenz

da braucht es gar keinen &quot;grossen Bruder&quot;. Der wird mit schweizerischer Gründlichkeit mal ganz bescheiden vorinstalliert. 

Aber überhaupt sind diese Schweizer sehr daran interessiert Verhältnisse wie im grossen Kanton zu schaffen. Und da hat solanna dann schon Recht - Wunsch ist notwendige Pflege als Nichtbehandlungsmassnahme zu erklären. Daher wurde die letzte Initiative zur Verfassungsänderung lanciert. Es ging um die Einführung zweier weiterer obligatorischer Versicherungen, die Betonung liegt auf obligatorisch, nämlich der Unfallversicherung und der Pflegeversicherung.

Findet heute schon ewig das Spielchen statt: &quot;Könnte das nicht von dem Unfall kommen&quot; würde dies wie in Grosskantonien dazu führen, dass stets sehr schnell vom Krankenversicherer geprüft würde, dass dies ein Pflegefall sei… dann heisst es die Differenz aus eigener Tasche zuzahlen oder ab nach Hause und selber Windeln wechseln und füttern.

Erstaunlich in diesem Zusammenhang, dass die ersten Prognosen über das Abstimmungsverhalten offiziell herausgegeben wurden, als das Gros der Wahlunterlagen noch nicht verschickt war. Noch erstaunlicher, dass sich die stolzen Direktdemokraten derart reinlegen lassen.

Tarmed ist ja kein Klinikinformationssystem sondern ein Abrechnungssystem. Der Rückforderungsbeleg ist bindend vorgeschrieben. Ärzte, die ihre Abrechnungen verständlich abfassen würden, bekämen eine Abmahnung, das offizielle Rechnungsformular zu verwenden. 

Alle diese Systeme leisten vor allem eins: Es sind Arbeitsbeschaffungsmaschinen. Auf diese Weise partizipieren weitere Märkte an dem grössten Umsatzbereich Europas (grösser als die Autoindustrie).

Seit über zehn Jahren sind die Kosten im Bereich der ambulanten ärztlichen Versorgung nämlich in der Schweiz stabil. Sie steigen bei den Versicherern und in den Spitälern. Dies liegt dort an den technischen Möglichkeiten und an wachsender Administration. Dabei verdeutliche man sich einmal die bequeme Lage der Krankenversicherer für die als gesicherte Einnahmequelle ein Obligatorium per Gesetz  besteht. Es besteht jedoch zum Beispiel keine Zahlungsverpflichtung für erbrachte Leistungen, wenn der Versicherte mit seinen Beiträgen in Rückstand ist.


Schlussendlich fallen noch zwei weitere Dinge auf:

Zum einen ist sie wieder da die &quot;typische Schweizer&quot; Antinomie. Lobend und stolz wird sie hochgehalten, die Milchkastenehrlichkeit. Hier herrscht gegenseitiges Vertrauen, helvetische Verlässlichkeit, es gibt sie noch die Geschäfte mit Handschlag und …. Im gleichen Atemzug wird wieder Unredlichkeit und Beschiss vermutet, fragt man nach Verträgen des Vertrauens, vermutet man in seinem Arzt den Pferdehändler, nach dessen Handschlag besser nachgeprüft wird, ob noch alle fünf Finger dran sind. 

Leben in diesen Antinomien - Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Das zweite ist unübersehbar wer hier  mitblogt und aus Grosskantonien stammend noch die letzte Bastion relegalisierter Sklavenhaltung noch in sich trägt. Pflegefachfrau ist in Deutschland zum Beispiel ein Armutsberuf – aber die meisten finden das in Ordnung. Das zu Zeiten des Arzt im Praktikum über zwei Jahre Ärztinnen und Ärzte weniger verdient haben als der Pförtner oder die Reinigungskraft hat auch nie jemanden wirklich vom Hocker gerissen. Geändert wurde dies durch die Zeitarbeitsgesellschaften und die 1 Euro Jobs, jetzt gibt es endlich wieder welche, die weniger verdienen.

Das System ist schon vor die Wand gefahren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@ balzercomp</p>
	<p>so kannst Du das nicht sagen. Spätestens Deine Krankenversicherung prüft die Daten auf ihre Plausibilität. Du hast nämlich vertraglich zugestimmt, dass Deine Nachbarin, die immer schon der Meinung war, dass Du Deine Zeitungen nicht richtig bündelst und Sachbearbeiterin bei einer der über 70 helvetischen Krankenversicherungen ist, Deine Diagnose erfährt - entweder im Volltext oder codiert.</p>
	<p>Je nachdem, ab wann Dein Arzt Dir mitteilt, an was Du nun wirklich leidest, weiss es Deine Versicherung schon vor Dir &#8230; und jetzt versuch einmal den Vertrag zu ändern - das nenne ich doch Transparenz</p>
	<p>da braucht es gar keinen &#8220;grossen Bruder&#8221;. Der wird mit schweizerischer Gründlichkeit mal ganz bescheiden vorinstalliert. </p>
	<p>Aber überhaupt sind diese Schweizer sehr daran interessiert Verhältnisse wie im grossen Kanton zu schaffen. Und da hat solanna dann schon Recht - Wunsch ist notwendige Pflege als Nichtbehandlungsmassnahme zu erklären. Daher wurde die letzte Initiative zur Verfassungsänderung lanciert. Es ging um die Einführung zweier weiterer obligatorischer Versicherungen, die Betonung liegt auf obligatorisch, nämlich der Unfallversicherung und der Pflegeversicherung.</p>
	<p>Findet heute schon ewig das Spielchen statt: &#8220;Könnte das nicht von dem Unfall kommen&#8221; würde dies wie in Grosskantonien dazu führen, dass stets sehr schnell vom Krankenversicherer geprüft würde, dass dies ein Pflegefall sei… dann heisst es die Differenz aus eigener Tasche zuzahlen oder ab nach Hause und selber Windeln wechseln und füttern.</p>
	<p>Erstaunlich in diesem Zusammenhang, dass die ersten Prognosen über das Abstimmungsverhalten offiziell herausgegeben wurden, als das Gros der Wahlunterlagen noch nicht verschickt war. Noch erstaunlicher, dass sich die stolzen Direktdemokraten derart reinlegen lassen.</p>
	<p>Tarmed ist ja kein Klinikinformationssystem sondern ein Abrechnungssystem. Der Rückforderungsbeleg ist bindend vorgeschrieben. Ärzte, die ihre Abrechnungen verständlich abfassen würden, bekämen eine Abmahnung, das offizielle Rechnungsformular zu verwenden. </p>
	<p>Alle diese Systeme leisten vor allem eins: Es sind Arbeitsbeschaffungsmaschinen. Auf diese Weise partizipieren weitere Märkte an dem grössten Umsatzbereich Europas (grösser als die Autoindustrie).</p>
	<p>Seit über zehn Jahren sind die Kosten im Bereich der ambulanten ärztlichen Versorgung nämlich in der Schweiz stabil. Sie steigen bei den Versicherern und in den Spitälern. Dies liegt dort an den technischen Möglichkeiten und an wachsender Administration. Dabei verdeutliche man sich einmal die bequeme Lage der Krankenversicherer für die als gesicherte Einnahmequelle ein Obligatorium per Gesetz  besteht. Es besteht jedoch zum Beispiel keine Zahlungsverpflichtung für erbrachte Leistungen, wenn der Versicherte mit seinen Beiträgen in Rückstand ist.</p>
	<p>Schlussendlich fallen noch zwei weitere Dinge auf:</p>
	<p>Zum einen ist sie wieder da die &#8220;typische Schweizer&#8221; Antinomie. Lobend und stolz wird sie hochgehalten, die Milchkastenehrlichkeit. Hier herrscht gegenseitiges Vertrauen, helvetische Verlässlichkeit, es gibt sie noch die Geschäfte mit Handschlag und …. Im gleichen Atemzug wird wieder Unredlichkeit und Beschiss vermutet, fragt man nach Verträgen des Vertrauens, vermutet man in seinem Arzt den Pferdehändler, nach dessen Handschlag besser nachgeprüft wird, ob noch alle fünf Finger dran sind. </p>
	<p>Leben in diesen Antinomien - Das kann auf Dauer nicht gut gehen.</p>
	<p>Das zweite ist unübersehbar wer hier  mitblogt und aus Grosskantonien stammend noch die letzte Bastion relegalisierter Sklavenhaltung noch in sich trägt. Pflegefachfrau ist in Deutschland zum Beispiel ein Armutsberuf – aber die meisten finden das in Ordnung. Das zu Zeiten des Arzt im Praktikum über zwei Jahre Ärztinnen und Ärzte weniger verdient haben als der Pförtner oder die Reinigungskraft hat auch nie jemanden wirklich vom Hocker gerissen. Geändert wurde dies durch die Zeitarbeitsgesellschaften und die 1 Euro Jobs, jetzt gibt es endlich wieder welche, die weniger verdienen.</p>
	<p>Das System ist schon vor die Wand gefahren.
</p>
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				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Ich lege es Ihnen in den Briefkasten &#8212; Missverständnisse im Schweizeralltag by: viking</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/888#comment-666341</link>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 17:19:36 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/888#comment-666341</guid>
					<description>@balzercomp
Dann weiss ich ja jetzt, an wen ich mich mal wenden kann bei Verständnisproblemen ;)
Im Ernst, ich muss ja auch nicht jeden Posten gleich verstehen können. Aber wenn ich z.B. eine Zahnarztrechnung habe über 5000.- und Voranschlag war 4000.-, dann kann ich schon mal intervenieren und beim Zahnarzt nachfragen ohne dass die Kasse zwischengeschaltet ist. Bei den &quot;täglichen&quot; Hausarztrechnungen spreche ich z.B. einfach mal meinem Arzt das Vertrauen aus und lasse ihn direkt abrechnen. Und wenn mich der Tarmed wirklich interessiert und ich kein Internet habe, dann gibts den sicher auch in Papierform. Und auch ältere Leute sind nicht mehr sooo hilflos (und sonst interessieren sie sich auch nicht für die Abrechnung).</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@balzercomp<br />
Dann weiss ich ja jetzt, an wen ich mich mal wenden kann bei Verständnisproblemen <img src='http://www.blogwiese.ch/wp-images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Im Ernst, ich muss ja auch nicht jeden Posten gleich verstehen können. Aber wenn ich z.B. eine Zahnarztrechnung habe über 5000.- und Voranschlag war 4000.-, dann kann ich schon mal intervenieren und beim Zahnarzt nachfragen ohne dass die Kasse zwischengeschaltet ist. Bei den &#8220;täglichen&#8221; Hausarztrechnungen spreche ich z.B. einfach mal meinem Arzt das Vertrauen aus und lasse ihn direkt abrechnen. Und wenn mich der Tarmed wirklich interessiert und ich kein Internet habe, dann gibts den sicher auch in Papierform. Und auch ältere Leute sind nicht mehr sooo hilflos (und sonst interessieren sie sich auch nicht für die Abrechnung).
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Ich lege es Ihnen in den Briefkasten &#8212; Missverständnisse im Schweizeralltag by: balzercomp</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/888#comment-666311</link>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 15:24:47 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/888#comment-666311</guid>
					<description>@ Bruno
Mir schon. Aber da ich ein Klinikinformationssystem incl. Tarmed mitentwickelt habe, bin ich kein Masstab. Was aber macht jemand, der kein Internet hat oder, der aus Altersgründen damit nicht umgehen kann? Also werden die Daten nicht geprüft. Ergebnis: Ziel verfehlt, die volkswirtschaflichen Kosten sind eher höher (mindestens ein unnötiger Brief).

Aber das ganze ist eine Diskussion für sich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@ Bruno<br />
Mir schon. Aber da ich ein Klinikinformationssystem incl. Tarmed mitentwickelt habe, bin ich kein Masstab. Was aber macht jemand, der kein Internet hat oder, der aus Altersgründen damit nicht umgehen kann? Also werden die Daten nicht geprüft. Ergebnis: Ziel verfehlt, die volkswirtschaflichen Kosten sind eher höher (mindestens ein unnötiger Brief).</p>
	<p>Aber das ganze ist eine Diskussion für sich.
</p>
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	<item>
 		<title>Comment on Ich lege es Ihnen in den Briefkasten &#8212; Missverständnisse im Schweizeralltag by: Bruno</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/888#comment-666295</link>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 13:41:42 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/888#comment-666295</guid>
					<description>@balzercomp
Könnte dir bei der &quot;Entschlüsselung&quot; des Rückforderungsbelegs evtl. der &lt;a href=&quot;http://onb.tarmedsuisse.ch/&quot;&gt;Tarmed-Browser&lt;/a&gt; helfen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@balzercomp<br />
Könnte dir bei der &#8220;Entschlüsselung&#8221; des Rückforderungsbelegs evtl. der <a href="http://onb.tarmedsuisse.ch/">Tarmed-Browser</a> helfen?
</p>
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