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	<title>Comments on: Zürichdeutsch sprechen lernen mit Emil, das geht nicht &#8212; Was ist ein &#8220;Siech&#8221;?</title>
	<link>http://www.blogwiese.ch/archives/846</link>
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	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 20:50:19 +0000</pubDate>
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	<item>
 		<title>Comment on Zürichdeutsch sprechen lernen mit Emil, das geht nicht &#8212; Was ist ein &#8220;Siech&#8221;? by: AnFra</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/846#comment-590275</link>
		<pubDate>Wed, 07 May 2008 07:52:29 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/846#comment-590275</guid>
					<description>@Phipu

Deine Bemerkung bezüglich der Krankheitsbezeichnung „toll“ finde ich sehr toll, weil Du richtig erkannt hast: 
Heutzutage werden sehr viele Bezeichnungen aus dem ehem. Begriffsumfeld der Krankheiten, teilweise auch der Sexualität, der Schwachsinnigkeit, der Pest und all der anderen humanen Gebrechen in der heutigen Sprache verwendet. 
Diese Entwicklung lässt sich teilweise bereits ab ca. dem 17. JH beobachten. Meiner Hypothese nach wimmelt es im beobachtetem deutschsprachigen  Brauchtumsgebieten, hier besonders bei der Fasnacht, Fasching und Karneval, mit versteckten, angedeuteten, halbverborgenen und sogar komplett offen gezeigten Anspielungen, Darstellungen und Verwendungen von Attributen und Handlungen aus der Gesundheitskunde sowie sogar auch der  Verwendung von Gerätschaften aus dem Arztumfeld! 
Wenn Jens mal ne passende Thematik hat, könnte man dies darstellen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@Phipu</p>
	<p>Deine Bemerkung bezüglich der Krankheitsbezeichnung „toll“ finde ich sehr toll, weil Du richtig erkannt hast:<br />
Heutzutage werden sehr viele Bezeichnungen aus dem ehem. Begriffsumfeld der Krankheiten, teilweise auch der Sexualität, der Schwachsinnigkeit, der Pest und all der anderen humanen Gebrechen in der heutigen Sprache verwendet.<br />
Diese Entwicklung lässt sich teilweise bereits ab ca. dem 17. JH beobachten. Meiner Hypothese nach wimmelt es im beobachtetem deutschsprachigen  Brauchtumsgebieten, hier besonders bei der Fasnacht, Fasching und Karneval, mit versteckten, angedeuteten, halbverborgenen und sogar komplett offen gezeigten Anspielungen, Darstellungen und Verwendungen von Attributen und Handlungen aus der Gesundheitskunde sowie sogar auch der  Verwendung von Gerätschaften aus dem Arztumfeld!<br />
Wenn Jens mal ne passende Thematik hat, könnte man dies darstellen.
</p>
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				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Zürichdeutsch sprechen lernen mit Emil, das geht nicht &#8212; Was ist ein &#8220;Siech&#8221;? by: Phipu</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/846#comment-589939</link>
		<pubDate>Wed, 07 May 2008 06:20:27 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/846#comment-589939</guid>
					<description>An AnFra und Jens

Eigentlich wollte ich als Trotzreaktion nicht auf Kommando Grimms Einträge kommentieren. Und AnFra ist mir ja in nicht zu erreichender Qualität und Quantität zuvorgekommen. So ist nun praktisch alles schon gesagt. Einen Ausdruck, der in aktueller Kenntnis des Wortsinns von „Siech“ besonders pleonastisch klingt, möchte ich aber dennoch loswerden. 

Wenn jemand eine besonders ausgefallene risikoreiche Tätigkeit ausübt, wird er vom (meist jugendlichen) Publikum bewundernd als „so ne chranke Siech!“ betitelt. Beim Betrachten eines Freeride-Snowboard-Contest (oder weniger „kuhl“ und auch nicht korrekt aber dafür etwas deutscher: Pistenabseitsschneebrettausscheidungswettbewerb) ist natürlich gleich eine Mehrzahl solcher „so chranki Sieche!“ zu sehen. Wenn man diesen todesmutigen Snowboardern zuschaut, stellt man fest, dass diese (zumindest körperlich zurzeit noch) extrem gesund sein müssen, obschon man sie als „kranker Kranker/Aussätziger“ betitelt. Eigentlich passte hier das Adjektiv „toll“ besser. Dass dies ursprünglich „verrückt“ heisst, haben wir seit der politisch und medizinisch immer korrekteren Bezeichnung von psychischen Krankheiten etwas vergessen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>An AnFra und Jens</p>
	<p>Eigentlich wollte ich als Trotzreaktion nicht auf Kommando Grimms Einträge kommentieren. Und AnFra ist mir ja in nicht zu erreichender Qualität und Quantität zuvorgekommen. So ist nun praktisch alles schon gesagt. Einen Ausdruck, der in aktueller Kenntnis des Wortsinns von „Siech“ besonders pleonastisch klingt, möchte ich aber dennoch loswerden. </p>
	<p>Wenn jemand eine besonders ausgefallene risikoreiche Tätigkeit ausübt, wird er vom (meist jugendlichen) Publikum bewundernd als „so ne chranke Siech!“ betitelt. Beim Betrachten eines Freeride-Snowboard-Contest (oder weniger „kuhl“ und auch nicht korrekt aber dafür etwas deutscher: Pistenabseitsschneebrettausscheidungswettbewerb) ist natürlich gleich eine Mehrzahl solcher „so chranki Sieche!“ zu sehen. Wenn man diesen todesmutigen Snowboardern zuschaut, stellt man fest, dass diese (zumindest körperlich zurzeit noch) extrem gesund sein müssen, obschon man sie als „kranker Kranker/Aussätziger“ betitelt. Eigentlich passte hier das Adjektiv „toll“ besser. Dass dies ursprünglich „verrückt“ heisst, haben wir seit der politisch und medizinisch immer korrekteren Bezeichnung von psychischen Krankheiten etwas vergessen.
</p>
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 		<title>Comment on Zürichdeutsch sprechen lernen mit Emil, das geht nicht &#8212; Was ist ein &#8220;Siech&#8221;? by: neuromat</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/846#comment-589661</link>
		<pubDate>Tue, 06 May 2008 20:41:04 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/846#comment-589661</guid>
					<description>Emil - das war früher eine &quot;Grösse&quot;. Nur, das wir das „Emildeutsch“ für Schwyzerdütsch gehalten hätten ist zumindest für unseren gesamten damaligen Bekanntenkreis einfach Unsinn. Im Gegenteil - ständig wurde betont, dass dies ja nun kein Schweizer Dialekt sei. Andererseits sprachen die meisten Schweizer noch besser Standarddeutsch zu dieser Zeit und dies mit selbstverständlicher Gelassenheit.

Emil Steinberger - das ist heute eine nach meinem Empfinden peinliche Erscheinung. Gemeinsam mit seiner Frau trat er vor einigen Monaten in einer sonst recht guten Talkshow im SWR Fernsehen auf. Die süddeutschen Gäste fangen dort häufig an, in Dialekt zu wechseln. Herr Steinberger gab bereits damals seinen oben abgedruckten gequirlten Quark wieder und knorzte dabei ein harziges Deutsch runter, dass man ihn kaum noch erkannte. 

Und von der feinsinnigen Ironie, wie man ihn in die Schweizermacher geniessen konnte, ist er mittlerweile meilenweit entfernt.

 Schlussendlich diese &quot;wundersame Sprachbegabung&quot; seiner Kölner Gattin, die ebenfalls kein Wort Dialekt herausbrachte, nicht einmal in ihrer Intonation auch nur ansatzweise daran erinnerte und nicht müde wurde zu trällern, dass man in Deutschland ihr jedes Mal sage, sie könne ja schon gar kein Deutsch mehr...  und Schwyzerdütsch hatte sie ja in drei Wochen, glaube ich in New York im Hotel gelernt, wenn ich mich recht entsinne. Gefehlt hätte noch, dass Herr Steinberger derweil in zwei Wochen Kölsch gelernt hätte. 

Was für ein weltfremdes, seniles Affentheater, bei denen hat man das Gefühl, öppis Cheibs muessen die immer abgeben, es isch  e cheibe Zwängerei mit söttige Lütli. Das ist schon die Seuche (mhd siuche) und s Eigenlob cheibelet ziemlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Emil - das war früher eine &#8220;Grösse&#8221;. Nur, das wir das „Emildeutsch“ für Schwyzerdütsch gehalten hätten ist zumindest für unseren gesamten damaligen Bekanntenkreis einfach Unsinn. Im Gegenteil - ständig wurde betont, dass dies ja nun kein Schweizer Dialekt sei. Andererseits sprachen die meisten Schweizer noch besser Standarddeutsch zu dieser Zeit und dies mit selbstverständlicher Gelassenheit.</p>
	<p>Emil Steinberger - das ist heute eine nach meinem Empfinden peinliche Erscheinung. Gemeinsam mit seiner Frau trat er vor einigen Monaten in einer sonst recht guten Talkshow im SWR Fernsehen auf. Die süddeutschen Gäste fangen dort häufig an, in Dialekt zu wechseln. Herr Steinberger gab bereits damals seinen oben abgedruckten gequirlten Quark wieder und knorzte dabei ein harziges Deutsch runter, dass man ihn kaum noch erkannte. </p>
	<p>Und von der feinsinnigen Ironie, wie man ihn in die Schweizermacher geniessen konnte, ist er mittlerweile meilenweit entfernt.</p>
	<p> Schlussendlich diese &#8220;wundersame Sprachbegabung&#8221; seiner Kölner Gattin, die ebenfalls kein Wort Dialekt herausbrachte, nicht einmal in ihrer Intonation auch nur ansatzweise daran erinnerte und nicht müde wurde zu trällern, dass man in Deutschland ihr jedes Mal sage, sie könne ja schon gar kein Deutsch mehr&#8230;  und Schwyzerdütsch hatte sie ja in drei Wochen, glaube ich in New York im Hotel gelernt, wenn ich mich recht entsinne. Gefehlt hätte noch, dass Herr Steinberger derweil in zwei Wochen Kölsch gelernt hätte. </p>
	<p>Was für ein weltfremdes, seniles Affentheater, bei denen hat man das Gefühl, öppis Cheibs muessen die immer abgeben, es isch  e cheibe Zwängerei mit söttige Lütli. Das ist schon die Seuche (mhd siuche) und s Eigenlob cheibelet ziemlich.
</p>
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 		<title>Comment on Zürichdeutsch sprechen lernen mit Emil, das geht nicht &#8212; Was ist ein &#8220;Siech&#8221;? by: Nessi</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/846#comment-589657</link>
		<pubDate>Tue, 06 May 2008 20:24:58 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/846#comment-589657</guid>
					<description>Nachtrag: es gibt natürlich auch &quot;er isch än liebä Siech&quot;

Das Wort &quot;Siech&quot; hat mitlerweile jeglichen beigeschmack von Krankheit oder Tod verloren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Nachtrag: es gibt natürlich auch &#8220;er isch än liebä Siech&#8221;</p>
	<p>Das Wort &#8220;Siech&#8221; hat mitlerweile jeglichen beigeschmack von Krankheit oder Tod verloren.
</p>
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	<item>
 		<title>Comment on Zürichdeutsch sprechen lernen mit Emil, das geht nicht &#8212; Was ist ein &#8220;Siech&#8221;? by: Mare</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/846#comment-589538</link>
		<pubDate>Tue, 06 May 2008 19:47:31 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/846#comment-589538</guid>
					<description>@AnFra: Mindestens ich kenne noch das Verb &quot;chiibe&quot; oder &quot;chiibig si&quot;, das heisst &quot;wüten&quot; &quot;schrecklich zornig sein&quot;, also muss &quot;Cheib&quot; auch ein streitsüchtiger Mensch sein. Für &quot;Zorn, Wut&quot; braucht man &quot;Chiib&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@AnFra: Mindestens ich kenne noch das Verb &#8220;chiibe&#8221; oder &#8220;chiibig si&#8221;, das heisst &#8220;wüten&#8221; &#8220;schrecklich zornig sein&#8221;, also muss &#8220;Cheib&#8221; auch ein streitsüchtiger Mensch sein. Für &#8220;Zorn, Wut&#8221; braucht man &#8220;Chiib&#8221;.
</p>
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