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	<title>Comments on: Was die Schweizer gerne essen (Teil 7) &#8212; Etwas Feines</title>
	<link>http://www.blogwiese.ch/archives/165</link>
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	<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 02:43:03 +0000</pubDate>
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	<item>
 		<title>Comment on Was die Schweizer gerne essen (Teil 7) &#8212; Etwas Feines by: August Peters</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/165#comment-679518</link>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 23:38:37 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/165#comment-679518</guid>
					<description>Lies:
In einem südlichen Abschnitt meines Landes (um Kerkrade)wird ein deutscher (ripuarischer) Dialekt...usw. A.P.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Lies:<br />
In einem südlichen Abschnitt meines Landes (um Kerkrade)wird ein deutscher (ripuarischer) Dialekt&#8230;usw. A.P.
</p>
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 		<title>Comment on Was die Schweizer gerne essen (Teil 7) &#8212; Etwas Feines by: August Peters</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/165#comment-679511</link>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 23:02:20 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/165#comment-679511</guid>
					<description>Erlauben Sie mir zum Thema &quot;Vulgärlatein&quot; noch folgende zwei Bemerkungen.

Erstens, wo es die Benutzung des Griechischen als der zweiten Amtssprache Roms betrifft, sollte man auch Zeit und Ort beachten, also die Kaiserzeit und das östliche Reich als Schwerpunkt (ohne es darauf zu beschränken).

Wichtiger ist aber, da es --wenn auch badinierend-- zum Verhältnis der deutschen Dialekte herbeigeführt wurde, folgendes. Habe ich es richtig verstanden, so wurde das Schweizerdeutsche, bzw. die deutschen Mundarten der 

Hochsprache gegenübergestellt, so wie das &quot;Vulgärlatein&quot; dem klassischen Latein. Der Vergleich trifft aber in mehrerer Hinsicht nicht zu.

Eigentlich sollte man zunächst den Eindruck vermeiden, dass es sich beim Vulgärlatein  um eine selbständige wohldefinierte Sprache handle. Die Vorstellung, dass das Vulgärlatein als ein geschlossenes Ganze vorläge, wie etwa 

Englisch oder Französisch, ist eben verfehlt. Was wir als &quot;Vulgärlatein&quot; bezeichnen, ist vielmehr eine lückenhafte Beschreibung von Sprachmerkmalen, deren Verteilung sich auf ein weites (geographisches) Gebiet und einen 

beträchtlichen Zeitraum erstreckt. Naturgemäss treten solche Merkmale nur in Erscheinung, wofern sie sich von der sonst bekannten Schriftsprache abheben. Daher zählen wir sie zu der uns weithin unbekannten lateinischen 

Umgangsprache, bzw. deren jeweiligen Variante. Der herkömmliche Name Vulgärlatein legt nahe, dass deren Elemente von den Forschern anfangs wohl mehr als fehlerhaft gewertet sein dürften. Bekanntlich handelt es sich beim 

klassischen Sprachideal um eine gesteigerte, streng regulierte Sonderform der Sprache. Man weiss, dass sie im antiken Rom als Inbegriff der Bildung galt, und teilweise noch bis in unsere Zeiten als das Schul- oder Bildungslatein 

geplegt wurde.

Die stilisierte Kunstprosa des Lateins, wie sie über die klassische Literatur auf uns gekommen ist, lässt uns danach rätseln, wie die Römer tatsächlich gesprochen haben. Sicherlich hat sich die Umgangssprache sehr von der 

Literatursprache unterschieden. Soviel lässt sich allenfalls aus den vulgärlateinischen Quellen schliessen. Freilich könnten weder diese noch die klassischen Quellen alleine die Erscheinungen des Frühromanischen oder jene des 

späteren Lateins erklären. Besser sagt man also, dass die romanischen Sprachen sich aus dem Latein schlechthin entwickelt haben, wenn man nur bedenkt, dass damit nicht einfach die Sprache Ciceros oder Vergils gemeint ist.

Bei den deutschen Mundarten verhält es sich nun eben ganz anders. Ob als Lautung, Sprechweise, oder anderswie in einem gewissen Lande generell bevorzugt, sie sind keine Abwandlung der deutschen Hochsprache. Vielmehr ist 

letztere aus den Mundarten entstanden bzw. als allgemeine Verkehrssprache daraus entwickelt worden. In einem südlichem Abschnitt meines Landes wird einen deutschen (ripuarischen) Dialekt gesprochen. Wenn wir uns darin 

unterhalten, glauben manche meiner Landsleute, wir sprächen einen Mischmasch von Hochdeutsch und Niederländisch. Dem ist aber nicht so. Unsere Sprache ist weit älter als die beiden Hochsprachen, ungeachtet der kulturellen 

Bedeutung der letzteren, und wäre genau so, wenn es die Hochsprachen nie gegeben!
August Peters (Niederlande).</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Erlauben Sie mir zum Thema &#8220;Vulgärlatein&#8221; noch folgende zwei Bemerkungen.</p>
	<p>Erstens, wo es die Benutzung des Griechischen als der zweiten Amtssprache Roms betrifft, sollte man auch Zeit und Ort beachten, also die Kaiserzeit und das östliche Reich als Schwerpunkt (ohne es darauf zu beschränken).</p>
	<p>Wichtiger ist aber, da es &#8211;wenn auch badinierend&#8211; zum Verhältnis der deutschen Dialekte herbeigeführt wurde, folgendes. Habe ich es richtig verstanden, so wurde das Schweizerdeutsche, bzw. die deutschen Mundarten der </p>
	<p>Hochsprache gegenübergestellt, so wie das &#8220;Vulgärlatein&#8221; dem klassischen Latein. Der Vergleich trifft aber in mehrerer Hinsicht nicht zu.</p>
	<p>Eigentlich sollte man zunächst den Eindruck vermeiden, dass es sich beim Vulgärlatein  um eine selbständige wohldefinierte Sprache handle. Die Vorstellung, dass das Vulgärlatein als ein geschlossenes Ganze vorläge, wie etwa </p>
	<p>Englisch oder Französisch, ist eben verfehlt. Was wir als &#8220;Vulgärlatein&#8221; bezeichnen, ist vielmehr eine lückenhafte Beschreibung von Sprachmerkmalen, deren Verteilung sich auf ein weites (geographisches) Gebiet und einen </p>
	<p>beträchtlichen Zeitraum erstreckt. Naturgemäss treten solche Merkmale nur in Erscheinung, wofern sie sich von der sonst bekannten Schriftsprache abheben. Daher zählen wir sie zu der uns weithin unbekannten lateinischen </p>
	<p>Umgangsprache, bzw. deren jeweiligen Variante. Der herkömmliche Name Vulgärlatein legt nahe, dass deren Elemente von den Forschern anfangs wohl mehr als fehlerhaft gewertet sein dürften. Bekanntlich handelt es sich beim </p>
	<p>klassischen Sprachideal um eine gesteigerte, streng regulierte Sonderform der Sprache. Man weiss, dass sie im antiken Rom als Inbegriff der Bildung galt, und teilweise noch bis in unsere Zeiten als das Schul- oder Bildungslatein </p>
	<p>geplegt wurde.</p>
	<p>Die stilisierte Kunstprosa des Lateins, wie sie über die klassische Literatur auf uns gekommen ist, lässt uns danach rätseln, wie die Römer tatsächlich gesprochen haben. Sicherlich hat sich die Umgangssprache sehr von der </p>
	<p>Literatursprache unterschieden. Soviel lässt sich allenfalls aus den vulgärlateinischen Quellen schliessen. Freilich könnten weder diese noch die klassischen Quellen alleine die Erscheinungen des Frühromanischen oder jene des </p>
	<p>späteren Lateins erklären. Besser sagt man also, dass die romanischen Sprachen sich aus dem Latein schlechthin entwickelt haben, wenn man nur bedenkt, dass damit nicht einfach die Sprache Ciceros oder Vergils gemeint ist.</p>
	<p>Bei den deutschen Mundarten verhält es sich nun eben ganz anders. Ob als Lautung, Sprechweise, oder anderswie in einem gewissen Lande generell bevorzugt, sie sind keine Abwandlung der deutschen Hochsprache. Vielmehr ist </p>
	<p>letztere aus den Mundarten entstanden bzw. als allgemeine Verkehrssprache daraus entwickelt worden. In einem südlichem Abschnitt meines Landes wird einen deutschen (ripuarischen) Dialekt gesprochen. Wenn wir uns darin </p>
	<p>unterhalten, glauben manche meiner Landsleute, wir sprächen einen Mischmasch von Hochdeutsch und Niederländisch. Dem ist aber nicht so. Unsere Sprache ist weit älter als die beiden Hochsprachen, ungeachtet der kulturellen </p>
	<p>Bedeutung der letzteren, und wäre genau so, wenn es die Hochsprachen nie gegeben!<br />
August Peters (Niederlande).
</p>
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				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Was die Schweizer gerne essen (Teil 7) &#8212; Etwas Feines by: August Peters</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/165#comment-678426</link>
		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 15:12:10 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/165#comment-678426</guid>
					<description>Noch mal zum Mond (zwar spät am Tag)

&quot;Als Gott den lieben Mond erschuf,
gab er ihn folgenden Beruf:

Beim Zu- sowohl beim Abnehmen
sich deutschen Lesern zu bequemen,

Ein A formierend und ein Z --
dass keiner gross zu denken hätt.

Befolgend dies ward der Trabant
ein völlig deutscher Gegenstand.&quot;

Christian Morgenstern

(Aus &quot;Flügel der Zeit, deutsche Gedichte&quot;
Fischer Verlag 1956)</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Noch mal zum Mond (zwar spät am Tag)</p>
	<p>&#8220;Als Gott den lieben Mond erschuf,<br />
gab er ihn folgenden Beruf:</p>
	<p>Beim Zu- sowohl beim Abnehmen<br />
sich deutschen Lesern zu bequemen,</p>
	<p>Ein A formierend und ein Z &#8211;<br />
dass keiner gross zu denken hätt.</p>
	<p>Befolgend dies ward der Trabant<br />
ein völlig deutscher Gegenstand.&#8221;</p>
	<p>Christian Morgenstern</p>
	<p>(Aus &#8220;Flügel der Zeit, deutsche Gedichte&#8221;<br />
Fischer Verlag 1956)
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Was die Schweizer gerne essen (Teil 7) &#8212; Etwas Feines by: Camul</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/165#comment-550198</link>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 15:09:05 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/165#comment-550198</guid>
					<description>Es besteht sogar ein Zusammenhang zwischen Nachtbuben und Nachtessen: In der Schweizer Soldatensprache steht ein Nachtbub für ein Dessert, das nach einer Nachtübung und vor dem Zimmerverlesen (dt.: Zapfenstreich) gegessen wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Es besteht sogar ein Zusammenhang zwischen Nachtbuben und Nachtessen: In der Schweizer Soldatensprache steht ein Nachtbub für ein Dessert, das nach einer Nachtübung und vor dem Zimmerverlesen (dt.: Zapfenstreich) gegessen wird.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Was die Schweizer gerne essen (Teil 7) &#8212; Etwas Feines by: Bruno</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/165#comment-2922</link>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2006 07:19:17 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/165#comment-2922</guid>
					<description>Also der mit dem &quot;feinen&quot; Essen beschäftigt mich schon. Frau kann bäuerisch oder französisch fein kochen?! Oder? Ich empfehle den Ausdruck zu übernehmen.
Beim Saufen sind wir aber besser. Ich frage mich warum in Deutschland immer &quot;schöne Weine&quot; getrunken werden. (&quot;Und dann trinken wir einen schönen Wein dazu&quot;.) Bei uns sind Weine süffig, sauer oder ungeniessbar und kommen relativ sehr selten von der Mosel oder andern deutschen Sauerampfer-Gebieten mir Nachzuckerung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Also der mit dem &#8220;feinen&#8221; Essen beschäftigt mich schon. Frau kann bäuerisch oder französisch fein kochen?! Oder? Ich empfehle den Ausdruck zu übernehmen.<br />
Beim Saufen sind wir aber besser. Ich frage mich warum in Deutschland immer &#8220;schöne Weine&#8221; getrunken werden. (&#8221;Und dann trinken wir einen schönen Wein dazu&#8221;.) Bei uns sind Weine süffig, sauer oder ungeniessbar und kommen relativ sehr selten von der Mosel oder andern deutschen Sauerampfer-Gebieten mir Nachzuckerung.
</p>
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