<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress/1.5.2" -->
<rss version="2.0" 
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
<channel>
	<title>Comments on: Heute schon mit grosser Kelle angerichtet?</title>
	<link>http://www.blogwiese.ch/archives/1245</link>
	<description></description>
	<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 02:10:02 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=1.5.2</generator>

	<item>
 		<title>Comment on Heute schon mit grosser Kelle angerichtet? by: Mare</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/1245#comment-1168694</link>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 13:01:36 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/1245#comment-1168694</guid>
					<description>@Phipu: Nein, da sehe ich eben keinen Zusammenhang. Das eine ist ja eine Lücke und das andere eher ein Brei; nach &quot;Kluge Etymologie&quot; ist &quot;kleckern&quot; ein Ausdruck für &quot;etwas Dickflüssiges hinwerfen&quot;, kleckern wäre also keine Lücke/Wunde, sondern eine Materie. Aber lustig ist es allemal, so Wörtern nachzugehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@Phipu: Nein, da sehe ich eben keinen Zusammenhang. Das eine ist ja eine Lücke und das andere eher ein Brei; nach &#8220;Kluge Etymologie&#8221; ist &#8220;kleckern&#8221; ein Ausdruck für &#8220;etwas Dickflüssiges hinwerfen&#8221;, kleckern wäre also keine Lücke/Wunde, sondern eine Materie. Aber lustig ist es allemal, so Wörtern nachzugehen.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Heute schon mit grosser Kelle angerichtet? by: Phipu</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/1245#comment-1168232</link>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 20:37:34 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/1245#comment-1168232</guid>
					<description>an Mare: 
Ich kann nur für mich sprechen, aber ich kenne das Wort &quot;Chlack&quot; tatsächlich noch  passiv aus der Generation meiner Eltern für eine kleine Wunde. Ich selber brauche es aber nicht bewusst. Siehst du da einen Zusammenhang mit den nichtdialektischen &quot;chläckere&quot; oder &quot;Chläcks&quot;?</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>an Mare:<br />
Ich kann nur für mich sprechen, aber ich kenne das Wort &#8220;Chlack&#8221; tatsächlich noch  passiv aus der Generation meiner Eltern für eine kleine Wunde. Ich selber brauche es aber nicht bewusst. Siehst du da einen Zusammenhang mit den nichtdialektischen &#8220;chläckere&#8221; oder &#8220;Chläcks&#8221;?
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Heute schon mit grosser Kelle angerichtet? by: AnFra</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/1245#comment-1166656</link>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 14:36:03 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/1245#comment-1166656</guid>
					<description>@Phipu

Deine Idee mit dem anSTELLEN und dem anRICHTEN mit der kleinen bzw. großen Kelle hat schon was an sich, aber...
wenn man die Quelle des Sinnspruches untersucht, kommt man in die Gotik. Das damalige sakrale Bauwesen was ein zeitensprechendes „High Tech“ mit neuen Entwicklungen. 

Die Kelle und Keller finden ihren Ursprung im lat. „cella“ für einen kleinen Raum. Diese cella, cellar, zeller, Zelle, Keller ist zunächst ein Raum, welcher in eine Geländeneigung, Steinwand oder Felsenhang hineingearbeitet wurde.
Die „cella“ umschreibt eigentlich eine Einhöhlung, also eine hohle Form, wie bei ursprünglich gemeinten Keller. Die „Kelle“ ist ursprünglich ein Schöpfer, mit deren Hilfe beim Bauen in der Romanik die dicken, massiven und überdimensionierten Mauern mit „Kalkmörtel“ aufgefüllt wurden. Hinter sog. Vormauerungen wurden grobes Material, wie Kies, Wacken, einfach behauenes oder altes Steinwerk mit einem zähen und gröblichen „Kalkmörtel“ eingebracht und mit dem besagten Mörtel verfüllt. Dadurch waren alle Steine vom Mörtel  allumhüllend umschlossen.    

Hier nun der Unterschied in der Gotik, in der jedoch die Mörtel feiner, dünnflüssiger angerührt (angerichtet) und als echtes Fugenmörtel sehr dünn auf die Bausteine als echtes Fugenmörtelbett verbracht wurden. Die Bausteine wurden sach- und fachgerecht sowie  sehr maßgenau hergestellt. Die Ober- und Unterseiten waren extrem plangenau, denn sie dienten zur Ableitung der jetzt ungeheuer großen Bauauflasten. Die Oberseite des unteren Steines diente als Planum für den nun feinen Mörtel an der Unterseite des oberen Steines. 

Und nun die Lösung, warum jetzt nicht mehr mit großer Kelle, sondern nur mit kleiner Kelle zu arbeiten sei. Die große Kelle, also der Schöpfer, war zum einfachen, groben, voluminösen vollumhüllenden Aufschütten der romanischen Mauern gut geeignet, die kleine Keller jedoch, inzwischen ohne eine Einhöhlung und mit einem dünnen, ebenen Kellenblatt ausgestattet, diente zur dosierter Auftragung und zum dünnen, ebenen Anpassen und Verstreichen des Mörtels, auch „Speise“ genannt. Dadurch konnte der obere Stein aufgesetzt werden und durch diese feine Mörtelschicht gab es eine dünne, elegante und zugleich kraftschlüssige Verbindung zum darunter befindlichen  Stein, der dann die Last weiter nach unten ins Fundament / Erdreich weiterleiten kann. 

Also war der Mensch, der nun mit der großen Kelle was aufträgt, sicherlich von Vorgestern, nicht auf dem neuesten Stand und hatte zusätzlich auch noch kein wirtschaftliches Denken. 
Er greift überflüssigerweise beim Mörtelzuber in die Vollen. Auch wird er traditionsgemäß die „Mörtel-Speise“ zu derb und zu grobkörnig „anrichten“ und dann auch noch die Mörtel-Speise „zu groß auftragen“.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@Phipu</p>
	<p>Deine Idee mit dem anSTELLEN und dem anRICHTEN mit der kleinen bzw. großen Kelle hat schon was an sich, aber&#8230;<br />
wenn man die Quelle des Sinnspruches untersucht, kommt man in die Gotik. Das damalige sakrale Bauwesen was ein zeitensprechendes „High Tech“ mit neuen Entwicklungen. </p>
	<p>Die Kelle und Keller finden ihren Ursprung im lat. „cella“ für einen kleinen Raum. Diese cella, cellar, zeller, Zelle, Keller ist zunächst ein Raum, welcher in eine Geländeneigung, Steinwand oder Felsenhang hineingearbeitet wurde.<br />
Die „cella“ umschreibt eigentlich eine Einhöhlung, also eine hohle Form, wie bei ursprünglich gemeinten Keller. Die „Kelle“ ist ursprünglich ein Schöpfer, mit deren Hilfe beim Bauen in der Romanik die dicken, massiven und überdimensionierten Mauern mit „Kalkmörtel“ aufgefüllt wurden. Hinter sog. Vormauerungen wurden grobes Material, wie Kies, Wacken, einfach behauenes oder altes Steinwerk mit einem zähen und gröblichen „Kalkmörtel“ eingebracht und mit dem besagten Mörtel verfüllt. Dadurch waren alle Steine vom Mörtel  allumhüllend umschlossen.    </p>
	<p>Hier nun der Unterschied in der Gotik, in der jedoch die Mörtel feiner, dünnflüssiger angerührt (angerichtet) und als echtes Fugenmörtel sehr dünn auf die Bausteine als echtes Fugenmörtelbett verbracht wurden. Die Bausteine wurden sach- und fachgerecht sowie  sehr maßgenau hergestellt. Die Ober- und Unterseiten waren extrem plangenau, denn sie dienten zur Ableitung der jetzt ungeheuer großen Bauauflasten. Die Oberseite des unteren Steines diente als Planum für den nun feinen Mörtel an der Unterseite des oberen Steines. </p>
	<p>Und nun die Lösung, warum jetzt nicht mehr mit großer Kelle, sondern nur mit kleiner Kelle zu arbeiten sei. Die große Kelle, also der Schöpfer, war zum einfachen, groben, voluminösen vollumhüllenden Aufschütten der romanischen Mauern gut geeignet, die kleine Keller jedoch, inzwischen ohne eine Einhöhlung und mit einem dünnen, ebenen Kellenblatt ausgestattet, diente zur dosierter Auftragung und zum dünnen, ebenen Anpassen und Verstreichen des Mörtels, auch „Speise“ genannt. Dadurch konnte der obere Stein aufgesetzt werden und durch diese feine Mörtelschicht gab es eine dünne, elegante und zugleich kraftschlüssige Verbindung zum darunter befindlichen  Stein, der dann die Last weiter nach unten ins Fundament / Erdreich weiterleiten kann. </p>
	<p>Also war der Mensch, der nun mit der großen Kelle was aufträgt, sicherlich von Vorgestern, nicht auf dem neuesten Stand und hatte zusätzlich auch noch kein wirtschaftliches Denken.<br />
Er greift überflüssigerweise beim Mörtelzuber in die Vollen. Auch wird er traditionsgemäß die „Mörtel-Speise“ zu derb und zu grobkörnig „anrichten“ und dann auch noch die Mörtel-Speise „zu groß auftragen“.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Heute schon mit grosser Kelle angerichtet? by: Mare</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/1245#comment-1166528</link>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 11:59:11 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/1245#comment-1166528</guid>
					<description>@Phipu  Ist das Wort &quot;Chlack&quot; eigentlich noch in Gebrauch? &quot;Chlack&quot; = Scharte, Lücke, Zwischenraum.
&quot;Suppechlack&quot; für &quot;grosser Mund&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@Phipu  Ist das Wort &#8220;Chlack&#8221; eigentlich noch in Gebrauch? &#8220;Chlack&#8221; = Scharte, Lücke, Zwischenraum.<br />
&#8220;Suppechlack&#8221; für &#8220;grosser Mund&#8221;
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Heute schon mit grosser Kelle angerichtet? by: AnFra</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/1245#comment-1166504</link>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 11:33:32 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/1245#comment-1166504</guid>
					<description>@ Jean-Paul

Das „chlotze“ ist im o.g. Zusammenhang m. E. in historischer Hinsicht eigentlich kein echtes Synonym für „Geld“. 

Denn dieses „chlotze“ ist tatsächlich ein alter gemeindeutscher Ausdruck, der somit nicht ausschließlich schweizerischen Ursprungs ist. 
Der Ausdruck kann eigentlich nur für den Sinninhalt von „einer Masse, Menge, einem Haufen, vielen Teilen, viel Vorhandenes, Großes“ verstanden werden. Also hat es hier m. E. die Eigenschaft, folgendes anzudeuten: Hier auf der „Chlotzbuude“ ist „viel Kies, Moos, Zaster, Klöten, Moneten usw, usw“ angesammelt, angehäuft, gelagert, einfach viel vorhanden. 

Der hier verwendete Begriff „Chlotz“ für das Geld in der Schweiz lässt sich aus der mittelalterlichen Art und Weise der Geldbezahlung für höhere Beträge durch den damaligen Brauch ableiten, ein bestimmtes werthaltiges Stück vom Silberbarren aus „1-pfündigem deutschen Mark Silber“ abzuhacken. Diese abgetrennten Silberstücke haben u.a. auch die Benennung „Hacksilber“, es war ein Hackstück also ein Klotz.

Und nun schließt sich der Kreis zu dem Begriff „chlotze“, denn dies bedeutet: Von einem ganzen Stück, Block, Gegenstand (hier der Silberbarren) mit einem schneidenden Werkzeug mit kräftiger, teilweiser grober Gewalt ein Stück abhacken, also etwas klotzen, in schwdt. also „chlotze“. In diesem Fall ein Stück Silber vom Silberbarren.        

So gibt’s ne Erklärung, warum die groben Finanzheinis immer mit grober Gewalt sich vom großen silbernen oder güldenem Kuchen einen riesengroßen „Chlotz“ nichts ans Bein binden, sondern in ihren eigenen Geldbeutel abschlagen konnten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@ Jean-Paul</p>
	<p>Das „chlotze“ ist im o.g. Zusammenhang m. E. in historischer Hinsicht eigentlich kein echtes Synonym für „Geld“. </p>
	<p>Denn dieses „chlotze“ ist tatsächlich ein alter gemeindeutscher Ausdruck, der somit nicht ausschließlich schweizerischen Ursprungs ist.<br />
Der Ausdruck kann eigentlich nur für den Sinninhalt von „einer Masse, Menge, einem Haufen, vielen Teilen, viel Vorhandenes, Großes“ verstanden werden. Also hat es hier m. E. die Eigenschaft, folgendes anzudeuten: Hier auf der „Chlotzbuude“ ist „viel Kies, Moos, Zaster, Klöten, Moneten usw, usw“ angesammelt, angehäuft, gelagert, einfach viel vorhanden. </p>
	<p>Der hier verwendete Begriff „Chlotz“ für das Geld in der Schweiz lässt sich aus der mittelalterlichen Art und Weise der Geldbezahlung für höhere Beträge durch den damaligen Brauch ableiten, ein bestimmtes werthaltiges Stück vom Silberbarren aus „1-pfündigem deutschen Mark Silber“ abzuhacken. Diese abgetrennten Silberstücke haben u.a. auch die Benennung „Hacksilber“, es war ein Hackstück also ein Klotz.</p>
	<p>Und nun schließt sich der Kreis zu dem Begriff „chlotze“, denn dies bedeutet: Von einem ganzen Stück, Block, Gegenstand (hier der Silberbarren) mit einem schneidenden Werkzeug mit kräftiger, teilweiser grober Gewalt ein Stück abhacken, also etwas klotzen, in schwdt. also „chlotze“. In diesem Fall ein Stück Silber vom Silberbarren.        </p>
	<p>So gibt’s ne Erklärung, warum die groben Finanzheinis immer mit grober Gewalt sich vom großen silbernen oder güldenem Kuchen einen riesengroßen „Chlotz“ nichts ans Bein binden, sondern in ihren eigenen Geldbeutel abschlagen konnten.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
</channel>
</rss>
