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	<title>Comments on: Schweizer Lieblingstätigkeiten (Teil 2) &#8212; Luegen und rühren</title>
	<link>http://www.blogwiese.ch/archives/121</link>
	<description></description>
	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 20:48:01 +0000</pubDate>
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	<item>
 		<title>Comment on Schweizer Lieblingstätigkeiten (Teil 2) &#8212; Luegen und rühren by: Kradi</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/121#comment-17936</link>
		<pubDate>Tue, 12 Dec 2006 12:43:44 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/121#comment-17936</guid>
					<description>Für Efan und Phipu:

'Rode' hat überhaupt nichts mit mit 'rüere' oder 'umrüere' zu tun; es manifestiert sich hier ein Durcheiander aus 'rüere' und 'rühren'. Das hochdeutsche 'sich rühren' bedeutet bekanntlich 'sich bewegen'. Genau wie 'si rode'. 

Beispiele:
Er hät si nüd grott. Er hät si nüd chöne rode.

Noch etwas: Im Emmental tut man Sachen (oder Leute) 'arüere', d.h man berührt sie. In anderen Gegenden tut man in dem Fall 'alange'.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Für Efan und Phipu:</p>
	<p>&#8216;Rode&#8217; hat überhaupt nichts mit mit &#8216;rüere&#8217; oder &#8216;umrüere&#8217; zu tun; es manifestiert sich hier ein Durcheiander aus &#8216;rüere&#8217; und &#8216;rühren&#8217;. Das hochdeutsche &#8217;sich rühren&#8217; bedeutet bekanntlich &#8217;sich bewegen&#8217;. Genau wie &#8217;si rode&#8217;. </p>
	<p>Beispiele:<br />
Er hät si nüd grott. Er hät si nüd chöne rode.</p>
	<p>Noch etwas: Im Emmental tut man Sachen (oder Leute) &#8216;arüere&#8217;, d.h man berührt sie. In anderen Gegenden tut man in dem Fall &#8216;alange&#8217;.
</p>
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				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Schweizer Lieblingstätigkeiten (Teil 2) &#8212; Luegen und rühren by: Phipu</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/121#comment-10567</link>
		<pubDate>Mon, 25 Sep 2006 19:55:18 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/121#comment-10567</guid>
					<description>an Efan
Ich bin in Solothurn aufgewachsen und kenne tatsächlich das Wort „lötig“. „Rode“ für „umrühren“ hingegen bisher nicht. Dennoch interessieren mich solche Sprachspezialitäten. Im Internet habe ich leider auch keinen Hinweis darauf gefunden. So musste ich halt in die Trickkiste Grimms Wörterbuch greifen, und siehe da:
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?lemid=GR06674 
der Sinn 2) bestätigt deine Aussage. 

Nun, da die Textbeispiele so altmodisch anmuten, haben „die Schweizer“  das Wort wohl ein paar hundert Jahre vor der Gründung der aktuellen politischen Form Schweiz „eingeführt“. 

Könnte es sein, dass du nicht aus der Schweiz stammst? Ich würde behaupten, die helvetische Verwendung von „irren“ ist entweder transitiv oder reflexiv, wenn ich MICH nicht irre. Tatsächlich, im Zusammenhang mit „roden“ irrst du DICH nicht. Aber wir können besonders im Raum Bern natürlich auch „Du trumpiersch di!“ sagen. ( = Frz. tu te trompes. Infinitiv: se tromper, auch reflexiv/transitiv) Google doch mal nach „trumpiere“ 

Seufz, ich bin wohl zu jung, um diese Sprachenspezialität mit „roden“ noch mitbekommen zu haben. 


An Monty
Wohl zu den Jugendkrawallen anfangs 1980er-Jahre in Zürich entstand der Spottspruch (den ich heute auch gerne brauche, wenn sich die Gelegenheit bietet, von einer Demo in Zürich zu sprechen): „Chúm, mer gönd uf Züri gage Stääi rüere!“ betont zürichdeutsch - so das aus meinem Mund auch wirklich zürichdeutsch tönt - ausgesprochen. Ich würde nämlich auch sagen: „Chumm, mer göh uf Züri go Stèine schiesse!“ 

Seufz, ich bin wohl doch schon alt genug, um sogar diese Epoche miterlebt zu haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>an Efan<br />
Ich bin in Solothurn aufgewachsen und kenne tatsächlich das Wort „lötig“. „Rode“ für „umrühren“ hingegen bisher nicht. Dennoch interessieren mich solche Sprachspezialitäten. Im Internet habe ich leider auch keinen Hinweis darauf gefunden. So musste ich halt in die Trickkiste Grimms Wörterbuch greifen, und siehe da:<br />
<a href='http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?lemid=GR06674' rel='nofollow'>http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?lemid=GR06674</a><br />
der Sinn 2) bestätigt deine Aussage. </p>
	<p>Nun, da die Textbeispiele so altmodisch anmuten, haben „die Schweizer“  das Wort wohl ein paar hundert Jahre vor der Gründung der aktuellen politischen Form Schweiz „eingeführt“. </p>
	<p>Könnte es sein, dass du nicht aus der Schweiz stammst? Ich würde behaupten, die helvetische Verwendung von „irren“ ist entweder transitiv oder reflexiv, wenn ich MICH nicht irre. Tatsächlich, im Zusammenhang mit „roden“ irrst du DICH nicht. Aber wir können besonders im Raum Bern natürlich auch „Du trumpiersch di!“ sagen. ( = Frz. tu te trompes. Infinitiv: se tromper, auch reflexiv/transitiv) Google doch mal nach „trumpiere“ </p>
	<p>Seufz, ich bin wohl zu jung, um diese Sprachenspezialität mit „roden“ noch mitbekommen zu haben. </p>
	<p>An Monty<br />
Wohl zu den Jugendkrawallen anfangs 1980er-Jahre in Zürich entstand der Spottspruch (den ich heute auch gerne brauche, wenn sich die Gelegenheit bietet, von einer Demo in Zürich zu sprechen): „Chúm, mer gönd uf Züri gage Stääi rüere!“ betont zürichdeutsch - so das aus meinem Mund auch wirklich zürichdeutsch tönt - ausgesprochen. Ich würde nämlich auch sagen: „Chumm, mer göh uf Züri go Stèine schiesse!“ </p>
	<p>Seufz, ich bin wohl doch schon alt genug, um sogar diese Epoche miterlebt zu haben.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Schweizer Lieblingstätigkeiten (Teil 2) &#8212; Luegen und rühren by: efan</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/121#comment-7699</link>
		<pubDate>Mon, 24 Jul 2006 11:34:32 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/121#comment-7699</guid>
					<description>und weil einige schweizer durcheinandergeraten sind, haben sie ein andres wort für rühren eingeführt. also diesmal für das umrühren: r(h)ode.. wie genau geschrieben, überlass ich den entsprechenden kennern, mein dialekt isses nicht. kommt von solothurn oder irgendwo in der region, wenn ich nicht irre. und sie haben noch eine einfache möglichkeit entdeckt, auf die verwendung von rühren/rhode zu verzichten.. sie trinken ihren kaffe/tee einfach lötig (pur, ohne 'zusatz' wie milch o. zucker) =)</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>und weil einige schweizer durcheinandergeraten sind, haben sie ein andres wort für rühren eingeführt. also diesmal für das umrühren: r(h)ode.. wie genau geschrieben, überlass ich den entsprechenden kennern, mein dialekt isses nicht. kommt von solothurn oder irgendwo in der region, wenn ich nicht irre. und sie haben noch eine einfache möglichkeit entdeckt, auf die verwendung von rühren/rhode zu verzichten.. sie trinken ihren kaffe/tee einfach lötig (pur, ohne &#8216;zusatz&#8217; wie milch o. zucker) =)
</p>
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	<item>
 		<title>Comment on Schweizer Lieblingstätigkeiten (Teil 2) &#8212; Luegen und rühren by: Monty</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/121#comment-1564</link>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2006 20:48:57 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/121#comment-1564</guid>
					<description>Man sollte an dieser Stelle noch festhalten, dass &quot;rüehre&quot; (für &quot;werfen&quot;) nicht in allen Kantonen verwendet wird, insbesondere wir hier in der Nordwestschweiz machen uns gerne über die Leute lustig, die &quot;Stei rüehre&quot;.

Bei uns ist &quot;rüehre&quot; = &quot;umrühren&quot;. So verstehen wir &quot;ich tue en Stei aberüehre&quot; als &quot;ich rühre einen Stein herunter&quot;....man Stelle sich das mal bildlich vor.... :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Man sollte an dieser Stelle noch festhalten, dass &#8220;rüehre&#8221; (für &#8220;werfen&#8221;) nicht in allen Kantonen verwendet wird, insbesondere wir hier in der Nordwestschweiz machen uns gerne über die Leute lustig, die &#8220;Stei rüehre&#8221;.</p>
	<p>Bei uns ist &#8220;rüehre&#8221; = &#8220;umrühren&#8221;. So verstehen wir &#8220;ich tue en Stei aberüehre&#8221; als &#8220;ich rühre einen Stein herunter&#8221;&#8230;.man Stelle sich das mal bildlich vor&#8230;. <img src='http://www.blogwiese.ch/wp-images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />
</p>
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				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Schweizer Lieblingstätigkeiten (Teil 2) &#8212; Luegen und rühren by: Phipu</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/121#comment-1296</link>
		<pubDate>Sun, 18 Dec 2005 20:24:33 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/121#comment-1296</guid>
					<description>Damit die Geschichte mit „rühren“ für Neulinge des Dialekts nicht zu einfach wird, darf ich euch wieder mit einer (vielleicht sogar nützlichen) Ergänzung belasten. 

CH (ZH):                  /                  D:
„de Schüüss-Stand“ / der Schiessstand/Scheibenstand
„Schüüss de Bölle!“ / wirf den Ball! - Aber auch:
„de Bölle rüehre“ / den Ball werfen - ählicher Klang, anderer Sinn:
 „mit ere Bölle im Fondue rüehre“ / mit einer Zwiebel im Fondue rühren
„de Bölle, d’Bölle“ / der Ball, die Zwiebel
„de Bölle aarüehre“ / den Ball anwerfen
„de Bölle nöd aalange“ / den Ball nicht berühren
alles klar?

„Aaachtung!“ / Befehl zum Strammstehen
„Ruhn!“ oder direkte frz. Übersetzung: „Repos !“ / Befehl zum „Rührt-Euch-Stellung“ einnehmen
Diese Befehle werden hochdeutsch ausgesprochen, damit alle Dialekte, Welsche und Tessiner eine Verständnis-Chance haben. Ebenfalls sollte jeder gute Soldat die französische Version verstehen. („Garde à vous !“ für „Achtung!“)  

Beim Fondue zubereiten wurdet ihr sicher schon aufgefordert, im „Caquelon“ (Fondue-Topf) zu rühren. Nach Westschweizer Manier wird vorwiegend gelehrt, die Rührbewegung in Form einer Acht „8“ auszuführen, viel seltener in Form eines Kreises „0“. Die Acht ist das einfachste Wundermittel, damit der Käse nicht am Pfannenboden „anhockt“ (anbrennt). Diese Erklärung hat einen physikalischen und viel weniger kulinarischen Ursprung. Auf dem „Rechaud“ (Fondue-Tischbrenner) entsteht die meiste Hitze in der Mitte, deshalb muss man beim Rühren besonders den Käse in der Mitte in Bewegung halten, was eben mit der 8er-Bewegung geschieht. Merke: Rühr-Formen wie „4“ oder „7“ sind bei Kennern eher nicht üblich!</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Damit die Geschichte mit „rühren“ für Neulinge des Dialekts nicht zu einfach wird, darf ich euch wieder mit einer (vielleicht sogar nützlichen) Ergänzung belasten. </p>
	<p>CH (ZH):                  /                  D:<br />
„de Schüüss-Stand“ / der Schiessstand/Scheibenstand<br />
„Schüüss de Bölle!“ / wirf den Ball! - Aber auch:<br />
„de Bölle rüehre“ / den Ball werfen - ählicher Klang, anderer Sinn:<br />
 „mit ere Bölle im Fondue rüehre“ / mit einer Zwiebel im Fondue rühren<br />
„de Bölle, d’Bölle“ / der Ball, die Zwiebel<br />
„de Bölle aarüehre“ / den Ball anwerfen<br />
„de Bölle nöd aalange“ / den Ball nicht berühren<br />
alles klar?</p>
	<p>„Aaachtung!“ / Befehl zum Strammstehen<br />
„Ruhn!“ oder direkte frz. Übersetzung: „Repos !“ / Befehl zum „Rührt-Euch-Stellung“ einnehmen<br />
Diese Befehle werden hochdeutsch ausgesprochen, damit alle Dialekte, Welsche und Tessiner eine Verständnis-Chance haben. Ebenfalls sollte jeder gute Soldat die französische Version verstehen. („Garde à vous !“ für „Achtung!“)  </p>
	<p>Beim Fondue zubereiten wurdet ihr sicher schon aufgefordert, im „Caquelon“ (Fondue-Topf) zu rühren. Nach Westschweizer Manier wird vorwiegend gelehrt, die Rührbewegung in Form einer Acht „8“ auszuführen, viel seltener in Form eines Kreises „0“. Die Acht ist das einfachste Wundermittel, damit der Käse nicht am Pfannenboden „anhockt“ (anbrennt). Diese Erklärung hat einen physikalischen und viel weniger kulinarischen Ursprung. Auf dem „Rechaud“ (Fondue-Tischbrenner) entsteht die meiste Hitze in der Mitte, deshalb muss man beim Rühren besonders den Käse in der Mitte in Bewegung halten, was eben mit der 8er-Bewegung geschieht. Merke: Rühr-Formen wie „4“ oder „7“ sind bei Kennern eher nicht üblich!
</p>
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