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	<title>Comments on: Wer führt eigentlich hier den Mist? &#8212; Neue Schweizer Redewendungen</title>
	<link>http://www.blogwiese.ch/archives/1058</link>
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	<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 02:03:56 +0000</pubDate>
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	<item>
 		<title>Comment on Wer führt eigentlich hier den Mist? &#8212; Neue Schweizer Redewendungen by: Brun(o)egg</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/1058#comment-873948</link>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 12:27:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/1058#comment-873948</guid>
					<description>Wenn der Mist geführt ist, ist etwas ungewolltes, unvorhergesehenes, unangenehmes passiert, erledigt worden, angekommen. &quot;Jez isch aber der Mischt gfüehrt!&quot; Ist Negativ gemeint. Ist halt so¨! Selber schuld! Die Folgen sind offen.
Bei der UBS ist der Mist schon lange geführt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Wenn der Mist geführt ist, ist etwas ungewolltes, unvorhergesehenes, unangenehmes passiert, erledigt worden, angekommen. &#8220;Jez isch aber der Mischt gfüehrt!&#8221; Ist Negativ gemeint. Ist halt so¨! Selber schuld! Die Folgen sind offen.<br />
Bei der UBS ist der Mist schon lange geführt.
</p>
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 		<title>Comment on Wer führt eigentlich hier den Mist? &#8212; Neue Schweizer Redewendungen by: cocomere</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/1058#comment-873835</link>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 11:09:52 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/1058#comment-873835</guid>
					<description>Ich denke, es hat nichts damit zu tun, dass man nun das Feld nicht mehr bearbeiten kann (schliesslich wird ja vor dem Ackern auch noch Mist ausgetragen). Und der Gestank dürfte wohl kaum einen Bauern stören :-) (Als Landei weiss ich vovon ich schreibe). Die Redewendung bedeutet einfach, dass der Mist weg ist und auf dem Feld ausgetragen. Und beim &quot;der Mist ist geführt&quot; schwingt auch etwas mit wie &quot;daran gibts nichts mehr zu ändern&quot;. Und ist der Mist mal ausgetragen, so lässt er sich kaum mehr zusammenführen. Da ist er nun mal, wenn auch auf dem falschen Feld vielleicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Ich denke, es hat nichts damit zu tun, dass man nun das Feld nicht mehr bearbeiten kann (schliesslich wird ja vor dem Ackern auch noch Mist ausgetragen). Und der Gestank dürfte wohl kaum einen Bauern stören <img src='http://www.blogwiese.ch/wp-images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  (Als Landei weiss ich vovon ich schreibe). Die Redewendung bedeutet einfach, dass der Mist weg ist und auf dem Feld ausgetragen. Und beim &#8220;der Mist ist geführt&#8221; schwingt auch etwas mit wie &#8220;daran gibts nichts mehr zu ändern&#8221;. Und ist der Mist mal ausgetragen, so lässt er sich kaum mehr zusammenführen. Da ist er nun mal, wenn auch auf dem falschen Feld vielleicht.
</p>
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	<item>
 		<title>Comment on Wer führt eigentlich hier den Mist? &#8212; Neue Schweizer Redewendungen by: AnFra</title>
		<link>http://www.blogwiese.ch/archives/1058#comment-873764</link>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 10:20:17 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.blogwiese.ch/archives/1058#comment-873764</guid>
					<description>Endlich, wieder mal echter Schitt zur Entspannung / Abwechslung.  

Um diesen sinnlichen schweizgängigen Spruch vom „Mist führen“ zu ergründen, müssen wir die hierzu passenden marmorveredelten Bankenmisthaufen verlassen und in die realen Misthaufen des Mittelalters hineintauchen. Nicht nur an der Oberfläche, sondern mittendrin rein.  

Der Jens hat schon mal die richtige Tür geöffnet, jedoch müssen wir die mittelalterliche  „Drei-Felder-Wirtschaft“ einbeziehen. 
In einem 3-Jahres-Wechsel wurden die Wirtschaftsflächen im 1. Jahr mit Winterfrucht, im 2. Jahr mit Sommerfrucht genutzt und im 3. Jahr wurde diese Fläche in der sog. &quot;Brache&quot; nicht landwirtschaftlich bestellt. D.h.: Diese brachliegende, nicht genutzte und sich erholende Fläche wurde mit Mist beschickt, teilweise ungepflügt (Weide) belassen oder auch, wenn man im nächsten Jahr Korn anpflanzen wollte, in die sog. Schwärze (Acker) verbracht. Es wurde dann auf dem Acker eine Pflügung durchgeführt, um den Mist in den Grund  einzuarbeiten und so auch den Wuchs von Unkräutern zu verhindern / erscheren. 
Danach folgte üblicherweise die Winterfrucht. So wurde es der Fläche ermöglicht, sich zu erholen und die notwendigen Nährstoffe des sich nun zersetzenden Mistes aufzunehmen.  

Da der Misthaufen nach 1 Jahr Nutzung voll ist, wird seine Lagerfläche durch „Mist führen“ wieder frei gemacht. Der Misthaufen ist abgeräumt, es ist kein Mist mehr da! Man kann dann also „kein Mist machen“, es gibt „keinen Mist mehr“, es kann / muss keine „Mistarbeit“ durchgeführt werden, es kann „kein Mist verteilt“ werden, d.h. das „Mistwerk ist vollbracht“! Für 1 Jahr, bis die nächste Drittel-Fläche in die Brache kommt und dann „wieder Mist gemacht“ wird.

Die entscheidende Aussage im Sinnspruch „Mist führen“ verbirgt sich m. E. darin: Die Miste ist abgefahren, er ist weg, die Fläche ist leer / frei, der Misthaufen ist abgeräumt, es ist auf der Mistplatz nichts (mehr) da! Man kann „wieder Mist machen“. Als kann man ableiten: Die Schweizer haben ein besonderes Verhältniss zum Mist. 

Zum Begriff der „Mistfuhre“ ergibt sich bei den Brüdern Grimm folgende Erklärung:  „...... ausführung des mistes auf die felder: die erste mistfuhre geschiehet zur wintersaat auf das brachfeld im junio...... auch die zeit, da der mist auf die felder geführt wird. ebenda. mistfuhre endlich auch eine fuhre oder ein fuder mist.“ 

Das ist wie bei einem mistigen „Führer“: Der bringt die Leute auch irgend wo hin. Und wenn es der „Misthaufen der Geschichte“ ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Endlich, wieder mal echter Schitt zur Entspannung / Abwechslung.  </p>
	<p>Um diesen sinnlichen schweizgängigen Spruch vom „Mist führen“ zu ergründen, müssen wir die hierzu passenden marmorveredelten Bankenmisthaufen verlassen und in die realen Misthaufen des Mittelalters hineintauchen. Nicht nur an der Oberfläche, sondern mittendrin rein.  </p>
	<p>Der Jens hat schon mal die richtige Tür geöffnet, jedoch müssen wir die mittelalterliche  „Drei-Felder-Wirtschaft“ einbeziehen.<br />
In einem 3-Jahres-Wechsel wurden die Wirtschaftsflächen im 1. Jahr mit Winterfrucht, im 2. Jahr mit Sommerfrucht genutzt und im 3. Jahr wurde diese Fläche in der sog. &#8220;Brache&#8221; nicht landwirtschaftlich bestellt. D.h.: Diese brachliegende, nicht genutzte und sich erholende Fläche wurde mit Mist beschickt, teilweise ungepflügt (Weide) belassen oder auch, wenn man im nächsten Jahr Korn anpflanzen wollte, in die sog. Schwärze (Acker) verbracht. Es wurde dann auf dem Acker eine Pflügung durchgeführt, um den Mist in den Grund  einzuarbeiten und so auch den Wuchs von Unkräutern zu verhindern / erscheren.<br />
Danach folgte üblicherweise die Winterfrucht. So wurde es der Fläche ermöglicht, sich zu erholen und die notwendigen Nährstoffe des sich nun zersetzenden Mistes aufzunehmen.  </p>
	<p>Da der Misthaufen nach 1 Jahr Nutzung voll ist, wird seine Lagerfläche durch „Mist führen“ wieder frei gemacht. Der Misthaufen ist abgeräumt, es ist kein Mist mehr da! Man kann dann also „kein Mist machen“, es gibt „keinen Mist mehr“, es kann / muss keine „Mistarbeit“ durchgeführt werden, es kann „kein Mist verteilt“ werden, d.h. das „Mistwerk ist vollbracht“! Für 1 Jahr, bis die nächste Drittel-Fläche in die Brache kommt und dann „wieder Mist gemacht“ wird.</p>
	<p>Die entscheidende Aussage im Sinnspruch „Mist führen“ verbirgt sich m. E. darin: Die Miste ist abgefahren, er ist weg, die Fläche ist leer / frei, der Misthaufen ist abgeräumt, es ist auf der Mistplatz nichts (mehr) da! Man kann „wieder Mist machen“. Als kann man ableiten: Die Schweizer haben ein besonderes Verhältniss zum Mist. </p>
	<p>Zum Begriff der „Mistfuhre“ ergibt sich bei den Brüdern Grimm folgende Erklärung:  „&#8230;&#8230; ausführung des mistes auf die felder: die erste mistfuhre geschiehet zur wintersaat auf das brachfeld im junio&#8230;&#8230; auch die zeit, da der mist auf die felder geführt wird. ebenda. mistfuhre endlich auch eine fuhre oder ein fuder mist.“ </p>
	<p>Das ist wie bei einem mistigen „Führer“: Der bringt die Leute auch irgend wo hin. Und wenn es der „Misthaufen der Geschichte“ ist.
</p>
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